Mittlerweile stellen die meisten Geodaten-Portale der Bundesländer CityGML/LOD2-Daten kostenlos zur Verfügung. Hierbei handelt es sich um 3D-Gebäudemodelle mit ausgearbeiteten Dachformen. Bisher gab es für die Verwendung in InfraWorks einen Workaround, bei dem die Daten über einen FME-Workspace in ein geeignetes Format konvertiert und eingelesen werden konnten. Dieser Workaround ist derzeit nicht mehr möglich. Dafür finden Sie hier eine Möglichkeit, wie das mit Produkten der AEC-Collection dennoch funktioniert.
Modell mit Forma aufbereiten
Starten Sie Autodesk Forma über den Aufruf der Seite https://app.autodeskforma.eu/app-home im Browser und erzeugen Sie ein neues Projekt bzw. neue Site (Gebiet) ähnlich dem Model Builder in InfraWorks. Nach dem Anlegen des Objekts öffnet sich das Fenster "Order Data". Hier können Sie dem Projekt sowohl DGM1-Daten als auch 3D-Gebäudemodelle (LOD2) hinzufügen.
Bestätigen Sie das Gebiet zum Download der Daten und klicken anschließend auf "Order". Die Daten werden nun heruntergeladen und dem Projekt hinzugefügt. Nun können Sie in Forma Analysen, z. B. zu Wind, Verschattung, Lärm usw., durchführen oder städtebauliche Konzepte erstellen. Hier sollen jedoch "nur" die Daten in ein anderes Tool übernommen werden. Dazu klicken Sie im Proposal (Variantenvorschlag) auf den Menübutton und wählen "Revit" -> "Send to Revit". Falls Sie das PlugIn noch nicht installiert haben, können Sie es an dieser Stelle auch herunterladen und installieren.
Modell in Revit importieren
Nun können Sie das Forma-Modell in Revit importieren. Dazu wählen Sie im Revit-Projekt auf der Registerkarte "Körper & Grundstück" -> "Load Proposal".
Das zu ladende Proposal wird angezeigt. Mit einem Klick auf "Options" wählen Sie die zu importierenden Daten oder Einstellungen zum Zusammenfassen von Daten. Klicken Sie dann auf "Load", um die Daten einzulesen.
Die Daten werden nun georeferenziert eingelesen. Notieren Sie sich die Position des Projekt-Basispunkts. Dieser wird automatisch in der Modellmitte festgelegt. Sie haben aber auch die Möglichkeit, ihn an einer anderen gewünschten Stelle zu positionieren.
Blenden Sie nun das Gelände aus bzw. löschen Sie es. Starten Sie anschließend den Export nach FBX.
FBX-Datei (LOD2) in InfraWorks einlesen
Starten Sie in Ihrem InfraWorks-Modell das Fenster "Datenquellen" und wählen Sie "Import" -> "3D Model".
Klicken Sie doppelt auf die neu hinzugefügte Datenquelle, um sie zu konfigurieren. Belassen Sie alle Einstellungen, ändern Sie nur den Typ auf "Gebäude" und geben Sie bei der Einfügeposition die Koordinate des Projektbasispunkts aus Revit ein. Klicken Sie anschließend auf "Schließen & aktualisieren".
Die LOD2-Gebäude sind nun georeferenziert im InfraWorks-Modell eingebunden.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
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